11.03.2010
17:31

Goobi und die Dienstleister

Was machen da Firmen, ich denke es ist open source?

Ein open source Projekt kann in genau zwei problematische Situationen kommen.

Erstens: es ist erfolglos. Niemand nimmt es wahr, keiner nimmt sich der Code-Basis an, das Projekt stirbt. Schade um die investierte Zeit.

Zweitens: es hat Erfolg. Viele wollen es nachnutzen, brauchen für ihr Einsatzgebiet aber nur noch diese ein, klitzekleine Anpassung. Das geht ja ganz schnell, und die Entwickler haben ja auch etwas davon, wenn sie das noch fix einbauen.  Und wie praktisch diese Telefonnummer, da kann man schnell anrufen wenn das eigene Rechenzentrum wieder mal irgendetwas falsch konfiguriert.

Dass die Entwickler aber bei einer wachsenden Anzahl an nachnutzenden Einrichtungen kaum noch zum Entwickeln kommen, wird gern übersehen. Da nun Goobi nicht mein erstes open source Projekt ist, habe ich sehr frühzeitig versucht, Dienstleisterfirmen mit an Bord zu holen, die eben solche Aufgaben übernehmen können. Dies ist zum Glück auch gelungen: es hat sich herumgesprochen, dass man auch als kommerziell agierende Firma mit open source Geld verdienen kann.

Im besten Fall entsteht eine win-win-win Situation: Einrichtungen haben einen Ansprechpartner mit belastbaren Service Level Agreements, die Dienstleister verdienen Geld, wir als Entwickler koordinieren und entwickeln. Der Weg dahin ist dennoch beschwerlich: die Dienstleister (Plural – Monopole sind nie gut) sollen fair miteinander umgehen, und auch den nachnutzenden Einrichtungen muss klar sein, dass open source Software zwar lizenzfrei ist, aber eben im Betrieb nicht kostenlos. Wobei ich mir ziemlich sicher bin: auch mit großzügigem Dienstleistervertrag sind wir im Marktpreis kaum zu schlagen.

Dass uns die Kooperation mit Dienstleistern zunehmend gelingt, wird man bei einem Rundgang über den Bibliothekartag in Leipzig sehen können: gleich an mehreren Firmenständen wird man das Goobi Logo finden.

Wichtig ist mir an dieser Stelle noch einmal mit ein paar Vorurteilen und Gerüchten aufzuräumen:

 

  1. Es gibt keine exklusiven Dienstleister. Wir als Entwickler versuchen alle gleichermaßen zu informieren und bekannt zu machen.

  2. Der Goobi Dienstleister-Park steht allen Firmen offen. Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern, egal welcher Spezialisierung – sei es Entwicklung, Installation, Support, Metadatenmodellierung, Design, PR.

  3. Natürlich kann man auch ohne Dienstleister mit Goobi glücklich werden – muss hierfür aber eigene Ressourcen einbringen. Oft ist es dann eine Frage von Zeit und Effizienz: Ein Dienstleister-Goobi kann innerhalb weniger Tage schlüsselfertig übergeben werden.

 

Nur weil es Dienstleister gibt heißt das nicht, dass man nicht mehr bei uns anrufen kann und soll. Wir bieten nach wie vor unser kostenloses Consulting an und halten für jeden Besucher leckeren Kaffee bereit!

 

Ralf Stockmann(stockmann@sub.uni-goettingen.de)weiterleitenPermalinkKommentare 12
Tags: dienstleister, support
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03.01.2010
22:25

Unser System - Ihr Design

Während wir bei der Entwicklung von Goobi für die Produktionsschicht und deren Bedienung von Beginn an ein klares Konzept vor Augen hatten, war das Ziel für die Präsentationsebene ein anderes: das Goobi-System soll sich zurücknehmen und dem jeweiligen Design der Einrichtung unterordnen.

 

 

Suche, Browsen der Kollektionen und Anzeige der Digitalisate sollen keine Fremdkörper in Ihrer Seite bilden sondern sich deren Erscheinungsbild unterordnen. Zwar liefern wir ein funktionales Template mit, das frei genutzt werden kann - aber erst durch eine Anpassung an das eigene Corporate Design wird die digitale Kollektion zu einem Aushängeschild Ihrer Einrichtung.

Das Ergebnis sind sehr unterschiedliche Ansätze, wie sich Goobi für die Nutzerinnen und Nutzer schließlich anfühlen soll - und alle haben ihre Berechtigung.

Auf der technischen Ebene bauen wir hier auf den "Marktführer" der open source Content Management Systeme: TYPO3. Da viele Bibliotheken derzeit auch ihre normalen Seiten auf dieses System migrieren, steht das in den Häusern aufgebaute Know-how auch für Goobi nachhaltig zur Verfügung.

Uns interessiert hierbei die Meinung der Nutzer: welche der oben verlinkten Bedienkonzepte finden Sie gut, was sollten wir lieber anders machen? 

Ralf Stockmann(stockmann@sub.uni-goettingen.de)weiterleitenPermalinkKommentare 0
Tags: design, präsentation, typo3
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28.12.2009
11:48

Goobi - sind das nicht nur Göttingen und Dresden?

Nein, sind es zum Glück nicht. Goobi wird mittlerweile von einer ganzen Reihe an Einrichtungen genutzt, und viele evaluieren derzeit ob unser System in ihre Infrastruktur passt. Diese Karte gibt einen aktuellen Überblick über die konkret nutzenden (grün) und prüfenden (blau) Einrichtungen:


Goobi auf einer größeren Karte anzeigen

Haben wir einen Standort auf der Karte übersehen? Haben Sie Goobi bei sich installiert? Bitte sagen Sie uns hier Bescheid!

Ralf Stockmann(stockmann@sub.uni-goettingen.de)weiterleitenPermalinkKommentare 3
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21.12.2009
15:05

Frohe Weihnachten!

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und wie jedes Jahr habe ich das Gefühl, am Ende fehlten ein paar Wochen. Vieles ist leider wieder einmal liegen geblieben, anderes hat länger gedauert als abzusehen war. Die neue Goobi-Präsentationsschicht ist eines dieser Dinge. Im Rahmen des laufenden DFG-Projekts Diensteportal Digitalisierung entwickeln die SUB Göttingen und die SLUB Dresden gemeinschaftlich die Digitalisierungssuite Goobi weiter. Während so in Göttingen kontinuierlich an Goobi.Production gearbeitet wird, habe ich mir in den Dresden das Ziel gesetzt, die Präsentationsschicht Goobi.Presentation zu entwickeln.
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Sebastian Meyer(sebastian.meyer@slub-dresden.de)weiterleitenPermalinkKommentare 0
Tags: frontend
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17.12.2009
15:19

Was bedeutet eigentlich "Goobi"?

Die aktuelle Text-/Bildmarke "Goobi" hat viele Väter und mindestens eine Mutter. In der Frühphase des Projektes hörte Goobi noch auf den klangvollen Namen "Steffen's Tool" - benannt nach dem damaligen Kernentwickler und jetzigem Geschäftsführer der Supportfirma intranda, Steffen Hankiewicz.

Aus meiner Projektleiterzeit von Stud.IP habe ich mitgenommen, dass ein wenig corporate design noch keinem Projekt geschadet hat: es musste also ein vernünftiger Name her.

Eine sechsmonatige Brainstorming-Phase brachte keine befriedigenden Ergebnisse. Ich selbst war für den Namen "eLaborate": das klang angenehm nach "elaboriert" und weltmännisch. Markus Enders, damals technologischer Koordinator des GDZ, sah das anders. Es folgte - dem öffentlichen Dienst angemessen - eine basidemokratische Abstimmung. 

 

 

Meine Mitarbeiter wollten es anders: aus der Abstimmung ging "Goobi" als klarer Sieger hervor. Der Name wurde von Martin Liebetruth - Leiter der Sonderdigitalisierung des GDZ (u.a.: Gutenbergbibel) eingereicht und folgte wohl eher dem Ansatz "wir haben so lange gesucht, jetzt nehmen wir irgendetwas".

Mit dem ironischen Potenzial des Namens konnte ich mich dann doch arrangieren (Wüstenregion), und das doppelte "oo" erinnert angenehm an Google. Von Caren Schweder, Leiterin der DigiZeitschriften-Geschäftsstelle, hatte ich noch ihren PR-Slogan im Ohr - gesprochen im Tonfall des StarTrek-Intros: "DigiZeit - unendliche Seiten." Das fand ich ziemlich amüsant, auch wenn es nie offizieller Teil der DigiZeitschriften-CI wurde. Aber das Unendlichkeitszeichen wurde so fester Bestandteil des Logos, das zunächst in einer ebenfalls ironisch gemeinten Web 2.0 Anmutung daherkam:

 

 

Mit der Bedeutung des Projektes stiegen die Ansprüche - es wurde eine weitere Phase der Logofindung eingeläutet. Einzige Vorgabe war, das Unendlichkeitszeichen zu integrieren. Mit einigem Abstand hat sich ein Entwurf des jetzigen Produktionsleiters des GDZ - Rolf Röper - durchgesetzt. Es lehnt sich ein wenig an YouTube an:

 

 

 

Das grundlegende Design und Layout von Goobi - etwa dieses Blogs - geht dann wiederum auf Thomas Jung zurück, einen unter anderem für die SLUB Dresden arbeitenden Designer. Sein Entwurf für diese Homepage ist mittlerweile eineinhalb Jahre alt, wirkt aber auf mich immer noch so, als hätte er sich direkt aus dem Jahr 2050 materialisiert.

Bleibt die Frage zu klären: "was bedeutet denn nun Goobi?". Eine zeitlang haben wir es als Akronym für "Göttingen Online OBjekts lIbrary" angepriesen. Ersichtlich war diese Auflösung wenig eingängig, und so sagen wir heute: "Goobi" bedeutet gar nichts - es ist einfach ein hübsches Wort für eine hübsche Idee.

Ralf Stockmann(stockmann@sub.uni-goettingen.de)weiterleitenPermalinkKommentare 4
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