Entwicklungspartnerschaft
Goobi gemeinsam verbessern

Bibliotheken und Archive definieren ganz unterschiedliche Anforderungen an ihre digitalen "Produktionsstraßen" und Präsentationssysteme, können aber auch sehr spezialisierte Fachkenntnisse in gemeinsame Projekte einbringen.

Zielsetzung bei der Weiterentwicklung von Goobi ist daher der nachhaltige Aufbau einer stabilen open source Entwicklergemeinde für den Bereich der digitalen Bibliotheken.

Hierfür wird von Seiten der Kernentwickler (SUB Göttingen, SLUB Dresden) unentgeltlich eine Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Diese beinhaltet den zentralen SVN-Server, ein Bugtracking-System, Dokumentationshilfen, Guidelines sowie Kommunikationsforen.

Die Teilnahme an der Entwicklercommunity ist an keine finanziellen Bedingungen oder Voraussetzungen geknüpft, interessierte Institutionen schließen jedoch einen Vertrag zur Nutzergemeinschaft ab (siehe Kontakt)

Das Kollaborative Entwicklungssystem

Grundannahme ist, das die verschiedenen Goobi-Nutzer unterschiedliche Ressourcen und Kompetenzen einbringen können, die dem Gesamtprojekt zugunsten kommen sollen.

Nicht in allen Einrichtungen sind eigene Entwicklungskapaitäten vorhanden, dennoch sind häufig Weiterentwicklungen und spezielle  Anpassungen erwünscht. Die Partner haben nun die Möglichkeit, an andere Partner Entwicklungsaufträge zu vergeben.

Alle Partner können sowohl als Auftragnehmer als auch Auftraggeber fungieren - auch zeitgleich in unterschiedlichen Bereichen.

Für die verteilte Goobi-Entwicklung werden Aufträge untereinander in Arbeitspaketen gebündelt, die mit Arbeitseinheiten (AE) bilanziert werden.

Als Arbeitseinheit wird eine Stunde gerechnet (etwa: Telefonschulung). Die Messung erfolgt soweit möglich im 30-Minutentakt.

Sämtliche Arbeiten (Programmierung, Schulung, …) kosten gleich viel (1 AE = 1 Stunde). Verbrauchte AEs werden in einem zentral für die Partner zugänglichen System nachgewiesen.

AE können zwischen den Partnern beliebig getauscht / verschoben werden. Beispiel: eine Einrichtung verbraucht im Jahr weniger Entwicklungspunkte als geplant, da die Kompetenz im Haus selbst ausgeweitet wurde. Die eingesparten AE werden in Entwicklung neuer Module investiert.

Partner können in die Goobi Entwicklung eingebrachte Eigenleistungen verrechnen (Dokumentation, Programmierung, …) Der „Wechselkurs“ zwischen den AEs muss hierfür im Vorfeld mit der Koordinierungsstelle (SUB Göttingen) ausgehandelt werden. Da einige Aufgaben (Programmierung) eine steile Lernkurve beinhalten (Einarbeitung in die Systemarchitektur, API), erscheint ein Wechselkurs zwischen 0.75 : 1 bis 0.25:1 realistisch. Zum 31.10 jeden Jahres erfolgt eine Abrechnung unter den Partnern. Werden keine Abmachungen über den Austausch von Leistungen erzielt, können offene Leistungen in Rechnung gestellt werden.

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